Urlaub in Zürich

Dorado der Gourmets und Nachtschwärmer, Paradies für die Liebhaber der schönen Künste, Zentrum des Shoppingvergnügens, aber auch Ort des Reisens in eine interessante Vergangenheit, umgeben von Wasser und wanderbarer Natur -das alles trifft auf Zürich zu.

Wenn der Zug im Züricher Hauptbahnhof ausrollt, taucht der Reisende gleich in eine Atmosphäre ein, die schwer einzuordnen ist. Sicher, wir sind im Bahnhof, aber viele Dutzend Geschäfte vermitteln eher den Eindruck eines Einkaufszentrums - die Railcity bietet so ziemlich alles, das in einer Shoppingmeile zu haben ist, nur während längerer Öffnungszeiten.

Stadthaus und  Fraumünsterpost
Stadthaus und Fraumünsterpost am Stadthausquai

Apropos Shopping: Ein paar Schritte weiter beginnt die Bahnhofsstraße. „Eingeweihte" wissen, was das bedeutet: Wir begeben uns in eine der berühmtesten Einkaufsstraßen der Welt - und teuersten. Luxus pur umfängt uns hier. Wer ein schönes Stück kaufen möchte: Der Griff in die Geldbörse muss tiefer sein als anderswo.

Aber Zürich hat auch noch anderes zu bieten, und das nicht immer so teuer wie in der Bahnhofstraße. Wer gerne die Welt in Bildern und Glasvitrinen betrachtet, wird gar nicht wissen, wo er zuerst beginnen soll, buhlen doch 50 Museen, von denen sich 14 der Kunst widmen, und mehr als 100 Galerien um die Gunst der Besucher. Ein Tipp: Das von Le Corbusier erbaute Haus an der Seepromenade, das moderne Kunst präsentiert. Es ist das schönste Gebäude, das der weltberühmte Architekt je erbaut hat.

Centre Le Corbusier
Centre Le Corbusier

Nur wenige Schritte weiter liegt der Chinesische Garten - ein Geschenk aus dem Reich der Mitte, weil Züricher Fachleute die Wasserversorgung einer Stadt in China installiert haben.

Ein Anziehungspunkt vor allem für die Jugend ist Zürich-West - einst ein Industrieviertel, das sich zum Trend-Quartier entwickelt hat. Szenelokale in ehemaligen Fabrikshallen, gleich daneben Alternativlokale. Rund um die Uhr ist da etwas los. Über die Geschichte vom verschlafenen Zürich kann man hier nur lachen.

Der Weinplatz
Der Weinplatz mit dem Hotel "zum Storchen" sowie St. Peter und Fraumünster

Ein Einkaufsbummel oder eine Sightseeing-Tour macht natürlich Hunger. Kein Problem - die Gastronomie in Zürich hat immer volle Töpfe. Im Zeughauskeller gibt es deftige Schweizer Kost. Unter einem echten Picasso oder Miro speist man in der legendären Kronenhalle. Das älteste vegetarische Restaurant Europas, das dilti, bietet mehr als Körndln und Blätter. Und das Blinde Kuh wird von Blinden geführt. Die Gäste müssen dort im Dunkeln essen.